Workshops
Für die Teilnahme an den Workshops 1-3 ist eine Anmeldung erforderlich. Workshop 4 erfordert keine Anmeldung. Eine Anmeldung ist auf dieser Seite ab 20.11. möglich. Auf Wunsch können wir Sie per Mail benachrichtigen, wenn der Anmeldezeitraum startet (--> hier eintragen).
Workshop 1: Wieder spüren, was in dir lebt - Yoga & Achtsamkeit
Menschen mit Essstörungen erleben ihren Körper oft als Ort von Kontrolle, Bewertung oder Kampf. In diesem Workshop schaffen wir einen geschützten Raum, um dem Körper auf eine neue Weise zu begegnen – achtsam, wertfrei und mitfühlend. Durch sanfte Yogaübungen, bewusste Atmung und Achtsamkeitsimpulse richten wir die Aufmerksamkeit nach innen und stärken die Verbindung zu den eigenen Bedürfnissen, Empfindungen und Ressourcen. Es geht nicht um Leistung, Beweglichkeit oder das Erreichen bestimmter Haltungen, sondern darum, sich selbst bewusst wahrzunehmen und einen Moment der Ruhe und Selbstfürsorge zu erleben. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Jeder Mensch, jeder Körper und jede Körperform sind herzlich willkommen.
Über mich: Ich bin Julia Doll, Sozialarbeiterin und Yogalehrerin. Die Begleitung von Menschen gehört seit vielen Jahren zu meinem beruflichen Weg. Unter anderem habe ich die Gruppe "Essentials" für Menschen mit Essstörungen geleitet. Heute verbinde ich meine Erfahrungen aus der psychosozialen Arbeit mit meiner Leidenschaft für Yoga und verbinde dabei Achtsamkeit, Körperwahrnehmung und Selbstfürsorge. Yoga erlebe ich als einen Weg, der uns helfen kann, wieder in Kontakt mit uns selbst zu kommen – jenseits von Leistung, Bewertung und äußeren Erwartungen. Mehr über meine Arbeit und meine Angebote findest du auf Instagram: @julia.meets.yoga
Workshop 2: Unsere Hände als Eingangstür in die „kreative Körperbildarbeit“
Menschen mit Essstörungen erleben ihren Körper oft nur noch als etwas, das im Alltag funktionieren muss, sind abgekoppelt von Gefühlen und Körperempfindungen. Das Erleben von Leichtigkeit und die Lebendigkeit treten in den Hintergrund und verschwinden. Dieser Workshop ist eine Einladung an alle, die spielerisch und phantasievoll einen Ausschnitt aus der kreativen Körperbildarbeit erleben möchten. Wir legen dabei unseren Fokus auf unsere Hände, die es gewohnt sind viel zu arbeiten und im Alltag anzupacken. Wie wäre es, wenn wir heute nicht nur einen anderen Blick auf unsere Hände wagen, sondern sie mit allen Sinnen erforschen und ihnen einen kreativen Freiraum anbieten würden? Wie wäre es, wenn wir über unsere Hände und unsere Phantasie, eine kleine Tür zur Lebendigkeit und Leichtigkeit öffnen könnten? Alle Hände sind willkommen beim neugierigen Experimentieren in einem bewertungsfreien Raum.
Über mich: Ich bin Bettina Klarmann, Kunsttherapeutin und kreative Leibtherapeutin und begleite Menschen mit psychischen Erkrankungen im klinischen Kontext schon 30 Jahre lang. Menschen mit Essstörungen und Menschen mit Traumaerfahrungen liegen mir dabei besonders am Herzen. Deshalb biete ich im Rahmen meiner eigenen Praxis „Raum für EigenSinn“ Begleitung für innere Entwicklungs- und Genesungsprozesse und Fortbildungsmöglichkeiten an für Menschen, die im Bereich Essstörungen und Traumatherapie arbeiten. Gestaltung, Musik und Bewegung sind dabei Kernelemente der „kreativen Leibtherapie“, die nach meiner Erfahrung weiterhelfen, wenn Worte allein nicht mehr ausreichen. Weitere Infos erhältst du unter www.raum-fuer-eigensinn.de
Workshop 3: Selbstbild(nis) – ein DIY-Workshop
Menschen mit Essstörungen erleben häufig ein von Kontrolle und Bewertung geprägtes Verhältnis zum eigenen Körper und Selbstbild. Queere Menschen erleben dabei zusätzlich den Druck gesellschaftlicher Erwartungen an Geschlecht, die Vorstellung einer binären Geschlechterordnung und damit verbundene Rollenbilder. Dieser Workshop lädt dazu ein, sich in einem geschützten und bewertungsfreien Raum kreativ und achtsam mit dem eigenen Selbstbild auseinanderzusetzen: Wer bin ich? Was macht mich aus? Und wie möchte ich mich selbst sehen – unabhängig von äußeren Erwartungen, Körpernormen, Rollenbildern und Geschlechterstereotypen? Im DIY-Stil können ganz unterschiedliche Ausdrucksformen entstehen – zum Beispiel eine Zeichnung, Collage, Pantomime, ein kurzer Poetry- oder Songtext oder etwas ganz Eigenes. Dabei geht es nicht um künstlerisches Können, Begabung oder ein perfektes Ergebnis, sondern ums Ausprobieren und Entdecken und darum, den eigenen Blick auf sich selbst erfahrbar und sichtbar zu machen. Was dabei entsteht, darf ganz für sich selbst stehen – niemand muss das eigene Werk zeigen oder präsentieren. Ein Austausch in der Gruppe ist möglich, aber nicht verpflichtend.
Über mich: Mein Name ist Heike-Sascha Beer, ich bin nichtbinär (Pronomen: dey/deren) und Sozialpädagog*in/Sozialarbeiter*in, Songwriter*in, Improvisationstheaterpädagog*in und DIY-Artist*in. Seit mehr als 20 Jahren begleite ich Jugendliche in der Verbandlichen und Offenen Jugendarbeit sowie bei Jugendbeteiligungsprozessen. Die Unterstützung bei der Persönlichkeitsentwicklung und Selbstfindung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Als Queerfeminist*in und Teil der LGBTQIA+-Community bringe ich eine queere Perspektive auf Körperbilder, Geschlechterrollen und gesellschaftliche Erwartungen mit. Dabei verbinde ich eigene Erfahrungen mit Essstörungen mit meiner pädagogischen und kreativen Arbeit. Mir ist wichtig, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich sicher genug fühlen, um sich selbst neugierig und achtsam zu begegnen und ein eigenes, möglichst unabhängiges und wertschätzendes Bild von sich entwickeln zu können.
Workshop 4: Kreativer Tisch für Kunst-to-go
Hier gibt es den ganzen Nachmittag und Abend Gelegenheit, Postkarten mit Bild- und/oder Wortcollagen zu gestalten. Fokus für die Motive: eine respektvolle und wertschätzende Haltung sich und dem eigenen Körper gegenüber. Bei Menschen mit Essstörungen kann die innere Kommunikation mit dem Körper von wenig Selbstwahrnehmung, hoher Erwartung, Kritik oder Druck geprägt sein. Diese Gedanken und Empfindungen wollen wir kreativ unterbrechen und anderen Seiten Raum geben. Collagen bieten die Möglichkeit wohltuende, motivierende, stärkende Motive und Worte in den Vordergrund zu stellen - ohne Perfektionsanspruch - als Kunst-to-go für eine gestärkte Selbstwahrnehmung.
Über mich: ich bin Christina Schäferkord, Kunsttherapeutin/Heilpraktikerin für Psychotherapie und leite die Essentials-Gruppe. Dort können sich Erwachsene mit Essstörungen wöchentlich in einem vertrauten und unterstützenden Rahmen austauschen, um den individuellen Genesungsprozess zu fördern. Sonst arbeite ich nach langjähriger klinischer Arbeit selbständig und begleite Menschen in Veränderungsprozessen mit psychotherapeutischen/kunst- und traumatherapeutischen Angeboten, sowohl in Einzel- als auch Gruppensettings. Infos dazu unter www.getting-better.de