Binge Eating - es gibt Unterstützung!

Die Essstörung "Binge Eating" stellt die häufigste aller Essstörungen dar, ist jedoch noch am wenigsten bekannt. Gemessen an der Häufigkeit der Erkrankung kommen in unserer Beratung nur vergleichsweise wenige Personen mit Binge Eating an. Wir möchten daher heute mit diesem Beitrag über das Erkrankungsbild informieren und Betroffenen Mut machen, sich Hilfe und Unterstützung zu suchen. 

 

Binge Eating zeichnet sich dadurch aus, dass Betroffene Essanfälle haben, d.h. beim Essen die Kontrolle verlieren und übermäßige Mengen essen (häufig auch Süßes), bis zu einem unangenehmen Völlegefühl oder Übelkeit. Oft fühlen sie sich danach auch emotional schlecht, sind unzufrieden und schämen sich. Im Gegensatz zur Bulimie erbrechen sie sich nicht absichtlich und machen keinen übermäßigen oder zwanghaften Sport, um die Kalorien wieder "auszugleichen". Abgesehen von den Essanfällen weisen sie ansonsten oft ein relativ unauffälliges Essverhalten auf (regelmäßige Mahlzeiten, keine Kalorienreduktion, keine Vermeidung bestimmter Lebensmittel). Oft dienen die Essanfälle dazu, unangenehme Gefühlszustände zu regulieren (z.B. um Stress zu reduzieren, sich zu belohnen oder unangenehme Gefühle wie Traurigkeit, Ärger oder Langeweile zu reduzieren). Wenn die Erkrankung länger besteht, kann sie zu Adipositas und damit auch zu verschiedenen körperlichen Folgeschäden führen. Es gibt verschiedenen Hilfsangebote, mit denen Betroffene Unterstützung erfahren können. Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin bei uns.